Tanzen als politischer Akt – Bewegungslosigkeit als radikaler Protest: Für Choreograf*innen, Tänzerinnen und Tänzer ist es mehr als Bühnen-Unterhaltung: Aus Tanzbewegungen soll eine Tanzbewegung werden. Bei Ismael Ivos Workshops gab es immer so etwas wie eine Predigt. Natürlich sprach er über Tanz, Choreografie, den Körper, den er als „Orchester“ beschrieb. Ivo, dessen Charisma sogar die riesigen Studioräumlichkeiten in den Probebühnen im Wiener Arsenal auszufüllen vermochte, weckte das Interesse an Martha Graham, Katherine Dunham, William Forsythe oder Pina Bausch – kaum eine Workshopstunde im Arsenal, bei der Ivo nicht eine der Säulenheiligen des modernen Tanzes beschwor. Es ging dem Impulstanz-Mitbegründer Ivo ...